|
|
ArchivAn dieser Stelle wollen wir PRESSESTIMMEN und wichtige Inhalte für euch zusammenstellen. acqua alta: 10.-12. November 2009Die acqua alta 2009 ist weltweit die einzige Messe- und Kongressveranstaltung, die den fachlichen Austausch zu den Themen Klimawandel und –schutz sowie deren Auswirkungen im Hochwasser- und Katastrophenbereich fokussiert. Politiker, Wirtschaftsexperten, Wissenschaftler und Fachleute aus Städten und Kommunen informieren sich und diskutieren im CCH – Congress Center Hamburg über neueste Entwicklungen und Strategien in den vielfältigen Fragen des Klimawandels. An 3 Tagen beschäftigt sich die acqua alta mit der Gesamtproblematik des Klimawandels und der Klimafolgen unter technischen und ökologischen Aspekten. Die acqua alta 2009 ist um die Zukunftsthemen Hydro-Energie und Wassermanagement erweitert. Somit wird ein einzigartiges Themenspektrum gebündelt, welches die Verwandschaft zu bestehenden acqua alta Inhalten nutzt. “Runder Tisch Hochwasser” 2008Der “Runde Tisch Hochwasser” fand am 03.12.2008 im Kreishaus Wesel statt. Unter Moderation des techn. Dezernenten Hans-Joachim Berg diskutierte man über die Hochwassergefahren, -maßnahmen und -mißstände. Dazu gab es Vorträge über den Stand des Katastrophenschutzes im Kreis Wesel, die Organisation des Krisenstabes und der Evakuierungspläne, insbesondere der Stadt Rheinberg, den Stand der Deichsanierungen sowie die Aufgaben und die Struktur des neu gegründeten HochwasserKompetenzCentrums e.V. Köln (HKC). Extremereignisse in der Wasserwirtschaft 27. Nov. 2008Das Fachgebiet Wasserbau und Wasserwirtschaft der Technischen Universität Kaiserslautern veranstaltet in Kooperation mit dem Landesamt für Umwelt, Wasserwirtschaft und Gewerbeaufsicht Rheinland-Pfalz ein gemeinsames Fachkolloquium. Themen u.a.: Hochwasserfrühwarnung, Ermittlung von Bemessungs- und Extremwasserständen, etc. asdasdasd http://www.uni-kl.de | Fachgebiet Wasserbau und Wasserwirtschaft Hochwasser interessiert sich nicht für Zuständigkeitsgrenzen.
Nach zahlreichen Telefonaten und e-mails in Richtung Landesregierung Düsseldorf, etlichen Litern Kaffee und Denkerschweiß in langen Nächten über der Analyse des Grobentwurfes zur Novelle des Landenswassergesetzes, hieß es endlich “der aktuelle Gesetzesentwurf geht in die erste Lesung, für sie als Hochwasserschutzverband der beste Zeitpunkt um ihre Kompetenz einzubringen”. Gemütlich und recht schnell ging es zu bei der Mitgliederversammlung des Deichverbands Mehrum im Schützenzelt Götterswickerham. Bierchen für die Radfahrer und Beifahrer Wasser für die Prominenz. Eine gelungene Idee. Mit erstaunlicher Professionalität wurden Briefmarkengroße Bildchen und Zahlen präsentiert, der Web-Auftritt höflich beklatscht und klar gemacht: “Inlineskating auf den Rheindeichen ist kein Thema” und “Götterswickerhamm bekommt die schönste Deichpromenade”. Noch Fragen? Nein Danke. Zeitgleich hatten wir eine Anfrage zum “Hochwasserloch Steag” wie die Rheinische Post titelte, der Bezirksregierung zugestellt. Viel zu lange schon ist das Niemandsland zwischen dem Neubauvorhaben des Deichverbandes Mehrum in Götterswickerhamm und dem Deichverband Walsum bekannt. Klarheit bei den Zuständigkeiten? Wir warten noch auf Antwort. Der WDR hat auch nachgefragt. Hochwasserkonferenz 2007Am 8. Februar 2007 fand im Musis Sacrum, Arnheim eine Hochwasserkonferenz anlässlich des 10 jährigen Bestehens der Zusammenarbeit des Nordrhein Westfälischen MUNLV, der Provinz Gelderland und der niederländischen Rijkswaterstaat statt. Im Rahmen der Veranstaltung wurde eine gemeinsame Erklärung für die Zusammenarbeit im nachhaltigen Hochwasserschutz zwischen der Provinz Gelderland, dem Ministerium für Verkehr, Wasserwirtschaft und Öffentliche Arbeiten und dem Ministerium für Umwelt und Naturschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz des Landes Nordrhein-Westfalen für den Zeitraum 2007 bis 2012. NRW http://munlv.nrw.de | Presseerklärung des MUNLV Versicherung von Altbauten gegen Hochwasser schwierig
Das sagte Thorsten Rudnik vom Bund der Versicherten (BdV) in Henstedt-Ulzburg. Das gleiche gelte für Häuser, die unter Denkmalschutz stehen. Teilweise müssten Inhaber auch Risiko-Zuschläge für eine Gebäudeversicherung zahlen oder würden nur mit einer höheren Selbstbeteiligung aufgenommen. Zudem hängt es laut Rudnik von der Bauweise und dem Zustand des Hauses ab, ob Versicherungen einen Schutz gegen Gebäudeschäden anbieten. Oft würden etwa Häuser nicht versichert, die aus Holz gebaut oder nur mit Reet gedeckt sind. Teilweise forderten Anbieter vom Eigentümer auch Renovierungen für eine Aufnahme in die Versicherung – dazu gehöre etwa der Einbau eines Rückstauventils. Auch sei die Lage des Hauses entscheidend: In einem Bezirk mit häufigem Hochwasser ist eine Elementarschaden-Versicherung den Angaben zufolge kaum zu bekommen. Hauseigentümer sollten zudem nicht erst ein Angebot für eine Versicherung einholen, wenn etwa der Keller bereits mehrfach bei Hochwasser voll gelaufen ist, rät Rudnik. In der Regel würden Versicherungen überprüfen, ob es in den letzten zehn Jahren Schadensfälle gab. Solche Vorschäden seien für Versicherungen ebenfalls oft ein Ausschlusskriterium. Die Angst vor der Flut ist geblieben von PETER GÄRTNERHOCHWASSER-BILANZ. Vor zehn Jahren trat die Oder über die Ufer, vor fünf Jahren die Elbe. Die Gefahr ist nicht gebannt. DESSAU. Zum Zähneputzen nehmen viele Einwohner Wroclaws nur abgekochtes Trinkwasser. Trotz vielfacher Durchspül- und Desinfektionsversuche tummeln sich Coli-Bakterien im Leitungsnetz – und dies seit zehn Jahren. Im Juli 1997 überflutete die Oder weite Teile Polens. Deutschland kam bei diesem “Jahrhunderthochwasser” auch deshalb vergleichsweise glimpflich davon; sonst wäre die Flutwelle viel höher ausgefallen. Georg Rast nennt die durch die Bakterien hervorgerufenen Durchfallerkrankungen im früheren Breslau ein “Merkzeichen”. Es steht für die anhaltende Hochwassergefahr und erinnert zugleich an haarsträubende Bausünden. Denn in Wroclaw wurden einst Klärwerk und Brunnen zur Trinkwassergewinnung in unmittelbarer Nachbarschaft der Oder gebaut. Manchmal wünscht sich der Wasserexperte der Naturschutzorganisation WWF (World Wide Fund For Nature) solche Warnzeichen auch in Deutschland. Seit der Oder-Flut lautet eine gängige Forderung: den Flüssen mehr Raum. Als im August vor fünf Jahren dann das Elbe-Hochwasser zu teils verheerenden Schäden in Sachsen, Sachsen-Anhalt, Brandenburg und Niedersachsen führte, wurde die nachhaltige Hochwasservorsorge zur offiziellen Politik der Bundesregierung, die zur Beseitigung von Flut-Schäden 7,8 Milliarden Euro zur Verfügung stellte. Einbau von Ölheizungen verboten Der WWF ließ jetzt von einer Anwaltskanzlei untersuchen, wie diese Gelder verwendet wurden. Die Bilanz, die in der Studie “Fünf Jahre nach der Elbeflut” gezogen wird, fällt ernüchternd aus. Das Gros ist in den Sand gesetzt worden. Fast ausschließlich wurden die Finanzmittel dazu genutzt, alte Deiche instandzusetzen oder zu erhöhen. Dieses Vorgehen aber, so Rast, beschleunige die talwärts fließenden Wassermassen. Die Hochwassergefahr steigt damit sogar für stromabwärts liegende Orte. Nur in Einzelfällen wurde untersucht, ob die vorhandene Deichlinie die richtige ist. Zwar wurde der Einbau von Ölheizungen in gefährdeten Elbe-Bereichen erschwert. Doch lediglich in Sachsen wurde mit dem 2002 überfluteten Röderau-Süd, das vor der Elbe künftig nicht zu schützen ist, ein ganzes Wohn- und Gewerbegebiet verlegt. Und nur in Sachsen-Anhalt gibt es erste Projekte zur Deichrückverlegung; in Niedersachsen fehlt laut Rast bis heute ein schlüssiges Hochwasserschutzkonzept. Untersucht wurde auch, wie die Mittel eingesetzt wurden. Die Einzelfälle lassen erahnen, dass dabei – so Rast – “lang ersehnte, aber bislang nicht finanzierbare Projekte” von Kommunen verwirklicht wurden, die mit Hochwasserschutz nichts zu tun hätten. Er spricht von gezieltem Fördermittelbetrug und von Verschwendung öffentlicher Mittel in großem Stil. Bei Grimma wurde beispielsweise eine nagelneue Straße durch ein Landschaftsschutzgebiet gebaut, das von dem Mulde-Hochwasser gar nicht betroffen war. Eine Mischung aus Respekt und Angst Und die Menschen? An der Elbe leben die Anwohner mit einer Mischung aus Respekt und Angst vor dem Strom. Der Hof von Frank Lehmann aus dem Dörfchen Kühren in Sachsen-Anhalt liegt nur 1,5 Kilometer von der Elbe entfernt. Seit 1755 lebt seine Familie mit den Fluten. Die Hochwasserkatastrophe 2002 steckt dem 42-Jährigen noch in den Knochen. Damals durchbrach die Flut Dutzende maroder Deiche, das Wasser zerstörte Dörfer, Fabriken, Brücken. Es gab 21 Tote, und allein in Deutschland sollen die gewaltigen Fluten Schäden in Höhe von knapp elf Milliarden Euro verursacht haben. Zwar standen in Kühren nur die Keller unter Wasser. Doch es war eng. “Knapp 20 Zentimeter unterhalb der Deichkrone verlief die Flutwelle”, erinnert er sich. Kührens Glück war das Pech des Dessauer Stadtteils Waldersee, mancher Gemeinden um Wittenberg und vieler Dörfer flussaufwärts, die von den Wassermassen überflutet wurden. “Für mich gab es nur eine Konsequenz”, so Lehmann. “Wir müssen den Flüssen wieder mehr Platz anbieten.” 2008 soll in Kühren und im Nachbarort Lödderitz die größte Deichrückverlegung an einem europäischen Strom seit Jahrzehnten beginnen. WWF, Bund und das Land Sachsen-Anhalt planen die Verlegung des alten Dammes auf sieben Kilometern Länge ins Landesinnere. Dadurch entsteht eine 600 Hektar umfassende Fläche, auf der sich die Elbe ausbreiten kann. “Die Auenwälder- und Herbert Scheers ist Deichgräf VON SEBASTIAN LATZEL
Ein Emmericher ist erster Deichgräf des neuen Großverbandes Bislich-Landesgrenze. Er setzte sich gestern bei der Wahl in der Erbentagssitzung gegen Michael Becker aus Bienen durch. Dass es eine Kampfabstimmung um den Posten des Deichgräfen geben würde, das stand eigentlich schon im Vorfeld fest. Und ebenso stand fest, dass der Kandidat des Schutzverbandes Niederrhein (SVN) wenig Chancen haben würde, wenn die Nicht-SVN-Mitglieder im Erbentag geschlossen gegen diesen Kandidaten votieren. So war es am Ende dann auch keine Überraschung, dass Herbert Scheers die Wahl klar für sich entscheiden konnte. Der frühere Deichgräf von Emmerich bekam 30 Stimmen. Michael Becker, früherer stellvertretender Deichgräf von Rees-Löwenberg und SVN-Mitglied, erhielt 17 Stimmen. Versöhnliche Töne Doch auch wenn es natürlich eine Kampfabstimmung war, überwogen nach der Entscheidung die versöhnlichen Töne. „Es muss jetzt um die Sachfragen gehen, um den Hochwasserschutz. Da muss man versuchen, alle Gremien zu integrieren“, sagte Herbert Scheers. Mit Diplomatie sei sicher zu erreichen, dass eine fruchtbare Arbeit in Erbentag und Deichstuhl möglich ist. „Was ich mir da jetzt angetan habe, wird sich zeigen“, lachte der 57-jährige Landwirt aus Emmerich. Moderate Töne schlug auch SVN-Vorsitzender Hermann Ruppert an. „Man sollte jetzt nicht hervorheben, wer ist vom Schutzverband, wer nicht. Es geht darum, dass wir gemeinsam für einen effektiven Hochwasserschutz eintreten.“ Wirtschaftlichkeit und Sparsamkeit seien die obersten Gebote auch für die Zukunft. „Es geht um die Sache und nicht um Personen“, sagte Ruppert, der allerdings bei der Wahl von einer „Blockbildung gegen den Schutzverband“ sprach. Ob Scheers der richtige Mann sei um den Großverband zu führen, müsse sich zeigen. „Bisher hatte er als Deichgräf für Emmerich nur einen relativ kleinen Abschnitt zu betreuen“, meinte Ruppert. Herbert Scheers sagte: „Ich habe lange überlegt, ob ich kandidieren soll. Deichverband: Farbe bei den Wahlen bekennen Aber ich habe die Arbeit in Emmerich sechs Jahre mit Leidenschaft gemacht und sehe jetzt nach vorne. Es muss einfach weitergehen.“ Der Vorteil sei beim Großverband, dass er hier auf einen hauptamtlichen Geschäftsführer zurückgreifen könne, der ihm eine Menge Arbeit abnehmen Wasserarbeit ZUM SCHUTZ.Niederrheiner und Niederländer geben dem Rhein mehr Raum und arbeiten auch künftig eng zusammen Soll ich ganz ehrlich sein? Ich habe den Eindruck, dass die Zusammenarbeit in Sachen Hochwasserschutz zwischen den Niederlanden und Nordrhein Westfalen mittlerweile besser funktioniert, als zwischen NRW und Hessen oder Baden-Württemberg. Da scheint man ja eher gegeneinander zu arbeiten,“ Harry Kerreweer, regionaler Minister für Verkehr- und Infrastruktur der Provinz Gelderland, bringt es auf den Punkt: „In Sachen Hochwasserschutz sind wir Niederrheiner in einem Boot. Und deswegen arbeiten wir auch so gut zusammen. Das sollte den deutschen Bundesländern ein Vorbild sein.“ Beide Länder haben in der Vergangenheit dem Rhein mehr Raum gegeben: Sie haben Deiche saniert, erneuert und zurückverlegt. Umweltminister Eckhard Uhlenberg sagte der NRZ-Niederrheinredaktion: „Wir haben wichtige Grundlagen gelegt. Seit 1995 wurden 150 Deichkilometer saniert und bis 2015 haben wir noch ehrgeizige Ziele vor uns. Weitere 110 Kilometer Deich stehen auf dem Programm.“ Das liebe Geld sei natürlich ein Problem, aber der Finanzminister kommt ja vom Niederrhein“. NRW ist in punkto Hochwasserschutz in voller Fahrt. 1,2 Milliarden Euro werden für das Deichwesen ausgegeben und damit u.a. 1500 Hektar Fläche für den Rhein als Überschwemmungsgebiet geschaffen. Gegenwärtig werden Retentionsflächen in Rees-Lohr- wardt und in Duisburg angelegt. Auf die Frage, wie es um den umstrittenen Polder Byler – ward bei Kalkar stehe, sagte Uhlenberg. Der wird bis auf längere Zeit verschoben.“ Wenn auch nicht ganz aus der Planung genommen. Gegenwärtig werde der Polder Wissel geprüft . Die Zusammenarbeit beim Hochwasserschutz sei vor dem Hintergrund des UN-Klimaberichts ohne Alternative, so die niederländische Staatssekretärin für Verkehr und Infrastruktur Melanie Schultz van Haegen. In Zukunft müsse man mit größeren Dürreperioden rechnen, aber auch mit stärkeren Niederschlagen. Die Niederlande seien besonders betroffen denn wir sind das Abflussrohr Europas“ so Schultz van Haegen. In Holland mündeten die größten Flüsse des Kontinents, man sei auf die Hochwasserpolitik der Oberrheiner angewiesen „Bislang sind unsere Anstrengungen noch nicht ausreichend‚ so Schultz van Haegen im Gespräch. Allein in der Provinz Gelderland habe man in den vergangenen Jahren 600 Kilometer Deich geprüft und Das ErreichteSeit 1997 gibt es eine gemeinsame Hochwasserpolitik Deutsche und Niederländer haben sich darauf verständigt dem Fluss mehr Raum zu geben. Retentionsflachen wurden eingerichtet die bei Hochwasser überschwemmt werden. Auch abzuführende Wassermengen wurden festgelegt. Ohne Überflutung müssen die Deiche am Niederrhein zwischen 12 900 und 14 000 Kubikmeter Wasser aushalten können. Die Niederlande rechnen mit 16 000 Kubikmeter. Für die Zukunft möchte man den Katastrophenschutz miteinander koordinieren. |



